"Wieso?, Weshalb?, Warum?" - Bleibe ich ohne Religionspädagogik dumm?

Bei uns dürfen Kinder "Mit Gott groß werden".
Diesen Slogan unseres Dachverbandes "VEK" füllen wir in unserer Einrichtung mit Leben, denn in unsere alltägliche pädagogische Arbeit fließt die Religionspädagogik ganz selbstverständlich mit ein.
Sie gehört zum Bildungsbereich "Ethik, Religion und Philosophie" und hilft Kindern, ihr religiöses Empfinden zu entdecken, es auszuprobieren, zu stabilisieren und auszubauen.

Kinder erhalten bei uns Raum zur religiösen Verwurzelung, denn wir motivieren sie, religiöse und philosophische Fragen zu stellen, die auf etwas zielen, das Jenseits des für uns Begreifbaren zu liegen scheint.
Die persönlichen Gesprächen mit den Kindern in einer vertrauten Runde sind uns wichtig, so tragen wir Ideen zusammen und entwickeln Lösungsvorschläge.
Z. B. "Wieso liegt meine Oma in einer Dose im Meer und H.'s Opa in einer Kiste in der Erde?"

Wir setzen uns gemeinsam mit ethischen Fragen nach dem Gut und Böse sowie Richtig und Falsch auseinander.
Z. B. "Wer legt eigentlich Richtlinien für was fest?"


"Jesu Leib für dich gegeben!" Eine Laugenstange wird beim Kinderabendmahl geteilt!


"Jesu Blut für dich vergossen!" Wir nehmen Wasser für die Zeremonie!

Segenskreuz
Wir zeichnen uns gegenseitig das Segenskreuz auf die Stirn!

Unsere Religionspädagogik ist christlich ausgerichtet und will Offenheit gegenüber
eigener und fremder Religiosität wecken.

Durch den christlichen Glauben werden den Kindern Deutungs- und Wertemuster nahegebracht, die ihnen Orientierung im Leben ermöglichen.
Daher pflegen wir einen wertschätzenden Umgang miteinander, leben gewünschtes Verhalten vor und kommen immer wieder mit den Kindern über "Gott und die Welt" ins Gespräch, damit sie im Laufe ihrer Entwicklung ein eigenes Werteverständnis entwickeln können.

Erfahrungen und Anfragen der Kinder und ihrer Familien zu Kirche und Religion werden aufgenommen.

Unsere Kindertagesstätte steht allen Menschen offen, die ihre Ziele und Grundsätze anerkennen.

Turnusmäßig besucht uns der Gemeindepastor für circa eine dreiviertel Stunde pro Gruppe.
Darüber hinaus kommt er nach Bedarf, wenn z.B. ein Gottesdienst oder ein Fest vorzubereiten ist.

Es gibt feste Rituale, wie das Begrüßungslied mit Gitarrenbegleitung, das eigentliche Thema, ein Gebet und das Abschlusslied.

Das Thema Religion und Glaube begegnet den Kindern in unserer Einrichtung an vielen Stellen:
- in Liedern, Geschichten und gemeinsamen Gebeten
- in kleinen Andachten oder großen Familiengottesdiensten
- im täglichen Miteinander


Einstimmung auf Totensonntag - Jeder darf für ein verstorbenes Familienmitglied ein Teelicht anzünden und auf das Trauertuch stellen, wir meditieren zu einem Bild einer Skulptur von Dorothea Steigerwald zum Thema "Schutz und Geborgenheit"!

Bartimäus
Die Heilung des blinden Bartimäus!

Eigener Ton
Zum Abschluss des Besuches darf jedes Kind seinen eigenen Ton zum Klingen bringen!

Daher haben wir auf der Basis des christlichen Glaubens in unseren Gruppen Rituale entwickelt, die für das tägliche Miteinander besonders wertvoll geworden sind.
Beispiele dazu sind:


Unser Montagmorgenkreis! Wir öffnen unsere Hände zum Himmel, damit Gott uns stärken kann!


Ein Segensspruch für die Woche!


Lieber Gott, ich danke Dir, dass ... Gebetsrunde am Freitagmittag!

Der Lebensalltag der Kinder mit seinen Themen wie Geborgenheit und Angst, Gemeinschaft und Alleinsein, Krankheit und Trennung, Geburt und Tod, Wachsen und Älterwerden wird mit den biblischen Geschichten und der christlichen Tradition in Beziehung gebracht.

Es ist für uns selbstverständlich, dass wir die christlichen Feiertage und Feste sowie Angebote und Aktionen, die sich aus ihnen ableiten lassen, mit den Kindern im pädagogischen Alltag erarbeiten und erleben.
Diese sind z.B.:


Wir verzichten sieben Wochen auf Smacks, Toppas, Schokopops ... Jeden Tag wird die "Verzichtsfahne" unseres selbstgestalteten Berges von einem anderen Kind weitergesteckt. Haben wir die Hälfte der Strecke geschafft, gibt es ein "Bergfest". Ostern sind wir am Ziel angekommen und feiern unser Durchhaltevermögen!


Beim Familiengottesdienst in der "Friedenskirche" sind wir dabei! (Projekt: "Wir leben so, wie leben Kinder anderswo?")


Während unseres Laternenumzuges machen wir Station bei Frau Mashoff und bringen ihr ein Ständchen!


Gemeinsames Frühstück zum ersten Advent!


Höhepunkt der Nikolausfeier! Sven Stäcker, Mitarbeiter des Landestheaters Schleswig, präsentiert das Theaterstück "Mats und die Wundersteine". Natürlich zeigt er, wie in der Buchvorlage, das traurige und das gute Ende!