"Rede mit mir!" - Die Wichtigkeit der Sprache

Die Praxis hat uns gezeigt, dass in unserer schnelllebigen Zeit Sprachauffälligkeiten bei Kindergartenkindern zunehmen.

Ein Wort wird zum Begriff, wenn er für das Kind eine Bedeutung erhält.
Wir nennen und erklären ein unbekanntes Wort und ermöglichen den Kindern den Umgang mit dem entsprechenden Gegenstand in Form von Sehen, Fühlen, Riechen oder
Schmecken.
Die Kinder sind beim Spracherwerb unbedingt auf Anregungen aus ihrer Umwelt angewiesen.

Diese bieten wir durch Bilderbuchbetrachtungen oder das Erzählen einer Geschichte mit Hilfe einer Handpuppe für einzelne Kinder, eine Kleingruppe oder die ganze Gruppe an.
Unsere Kinder setzen sich auch selbstständig mit Bilderbüchern auseinander. Sie bringen z. B. Bücher von zu Hause mit, stellen sie vor und tauschen sich über die Inhalte und das Gefallen bzw. Missfallen eines Buches aus.

Beliebt sind auch Sprach- oder Singspiele, die mit Bewegungen verknüpft werden sowie Fingerspiele mit Text in Reimform.


"Bruder Jacob schläft noch!"

Viel Spaß bereiten uns allen ebenfalls Unsinnreime oder Satzfolgen, die mit bestimmten Lauten beginnen oder enden müssen.

Rhythmus und Sprachmelodie sind hierbei von großer Wichtigkeit.
Werden sie verändert, verändert sich auch der Inhalt einer Aussage!
Wir halten Blickkontakt, um die Artikulationsbewegungen zu verdeutlichen, sprechen deutlich, betont und nicht zu schnell.

Tätigkeiten wie z.B. Pusten, Schnalzen, Ploppen, Lallen oder Summen fördern die Lautbildung sowie Sprachentwicklung und werden tagtäglich in die pädagogische Arbeit eingeflochten.
Die spielerische Sprachförderung kommt allen Kindern in der Gruppe zu Gute.

Die Sprachentwicklung umfasst folgende Sprachbereiche:

Durch die Einführung der Bildungsleitlinien wurde die Wichtigkeit des Bereiches Sprachentwicklung/Literacy noch einmal hervorgehoben.

In den Bereich der verbalen Kommunikation fallen das Erlernen der Muttersprache und der sichere Umgang mit ihr, der Erwerb und das Anwenden einer Regionalsprache (bei uns z. B. Plattdeutsch) oder einer Fremdsprache (bei uns z. B. Französisch).

Das Aneignen von Kenntnissen über die Buchstaben unseres Alphabetes und Zeichen und Symbolen, die uns im Alltag begegnen, das Zusammensetzen von Buchstaben zu ersten Wörtern, das in Zusammenhang bringen von Zeichen, Symbolen und deren Bedeutung gehört zur Schrift- und Leseanbahnung und ist ein wichtiger Schritt, sich, neben der verbalen Kommunikation, auch in niedergeschriebener Form mitteilen und sich in der Welt des Geschriebenen zurecht finden zu können.

Speziell in diesem Bereich gibt es differenzierte Angebote für die künftigen Schulanfänger.

Um die Sprachentwicklung des Kindes breit gefächert darstellen zu können, wurden mit den Bildungsleitlinien die Sismik- (für Migrantenkinder) und Seldak-Bögen (für deutschsprachig aufgewachsene Kinder) eingeführt.
Möglicher Förderbedarf kann so gezielt ermittelt und individuelle Förderangebote können gestaltet werden.

In unserer Einrichtung bieten wir dienstags und donnerstags, für je eine halbe Stunde, intensive Sprachförderung in Kleingruppen, nach den Vorgaben des Kreises Dithmarschen an.


Die heilpraktische Sprachtherapeutin Eva Remy besucht bei Bedarf unsere Einrichtung und bietet Einzelförderung an. Hierbei wird ein Laptop eingesetzt!


Unsere Einrichtung pflegt einen engen Kontakt zur "Raupe", um eine
 bestmögliche Förderung der Kinder und Unterstützung der pädagogischen Arbeit zu gewährleisten!